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5. Mai – Internationaler Hebammentag

Geburtshilfe stärken, Hebammen würdigen!

2025 wurden in Deutschland so wenige Kinder geboren, wie seit 1946 nicht mehr. Das liegt, nicht nur, aber auch an einer familienunfreundlichen Politik. Ein Teilaspekt davon wiederum verdient am Internationalen Hebammentag und darüber hinaus ernsthafte Beachtung: Die Zahl der Geburtsstationen in Deutschland ist seit Jahren rückläufig, was für viele werdende Eltern weitere Anfahrtswege bedeutet.

Auch in Bergheim wurde bekanntlich 2019 die Geburtsstation geschlossen. Unsere Fraktion arbeitet seitdem an dem Thema und hat mehrere Gesprächsrunden mit vorrangig Expertinnen (und gelegentlich auch Experten) veranstaltet, mit dem Ziel, die Versorgungssituation der Geburtshilfe im Rhein-Erft-Kreis zu verbessern.

Aus unserer Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Hebammen hat sich ergeben: Als relativ einfach umzusetzendes Projekt mit einem gelingenden Vorbild im Main-Kinzig-Kreis fordern wir, dass Hebammen künftig bei allen Einsätzen ihres Fachgebiets im Rettungsdienst mit eingesetzt werden sollen. Dies ist bisher im Rhein-Erft-Kreis nicht der Fall. Das reguläre Rettungsdienstpersonal verfügt nicht über entsprechende Qualifikationen.

Annetta Ristow, unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin des AK Frauenpolitik sagt hierzu:

„Es wäre eine schöne Nachricht zum Internationalen Hebammentag gewesen, wenn dieses von uns geforderte Projekt bereits implementiert wäre. Das ist noch nicht passiert, aber wir bemühen uns weiterhin, Politik und Verwaltung zu überzeugen, dieses Projekt auch hier einzuführen. Der zuständige Ansprechpartner im Main-Kinzig-Kreis hat sich bereit erklärt, die dortigen Erfahrungen zu teilen. Vielleicht ergäben sich sogar Synergien mit der KATRETTER-App, die diese Woche vorgestellt werden soll.

Darüber hinaus fordern wir die gebührende Anerkennung von Hebammen als die absoluten Expertinnen auf ihrem Gebiet – auch praktisch politisch durch die Unterstützung von Geburtshäusern und hebammengeleiteten Kreißsälen mit 1:1-Betreuung unter der Geburt. Das könnte – mit sinnvollen Verlegekonzepten für Notfälle – Versorgungslücken schließen, wo keine Geburtsstation in der Nähe ist. Die Geburtsstationen in Frechen und Brühl müssen dem Kreis unbedingt erhalten bleiben.“

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