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Dunkle Zeiten für den Lokaljournalismus – Redaktionsschließung schadet Beschäftigten, Leser:innen und lokaler Ebene

Stefan Söhngen, Fraktionsvorsitzender

Die Fraktion Die Linke im Kreistag Rhein-Erft und die Bundestagsabgeordnete der Linken Lea Reisner sehen das Gut der lokalen Berichterstattung im Rhein-Erft-Kreis und im weiteren Kölner Umland gefährdet.

Die Kreistagsfraktion übt deutliche Kritik am Abbau von 57 tarifgebundenen Vollzeitstellen durch das Ende der Rheinischen Redaktionsgemeinschaft (RRG). Dort hatten bislang die Kölner Stadtanzeiger Medien, Teil der Dumont-Mediengruppe, die Produktion ihrer Regionalteile gebündelt.

„Der Abbau von fast 60 Arbeitsplätzen ist für den hiesigen Lokaljournalismus geradezu katastrophal”, so der Fraktionsvorsitzende Stefan Söhngen. „Es steht zu befürchten, dass Umfang und Qualität der Berichterstattung zum Rhein-Erft-Kreis empfindlich leiden werden.“

Dass der erhebliche Stellenabbau durch Automatisierung vieler Produktionsschritte und „KI-Lösungen“ aufgefangen werde, wie die Mediengruppe behauptet, sei nicht plausibel. Ebensowenig deren Zusicherung, dass dieser neu strukturierte Journalismus noch menschennahe und informierte Berichterstattung im gleichen Maße wie zuvor offeriert.

„Demokratie braucht die lokale Ebene, wo die Menschen direkt betroffen sind, selbst zu Wort kommen und direkt selbst aktiv werden können“, unterstreicht die Bundestagsabgeordnete der Linken Lea Reisner, die den Rhein-Erft-Kreis betreut. „Künstliche Intelligenz kann niemals Recherche, kritische Nachfragen oder Hintergrundgespräche ersetzen. Dieser rabiate Kahlschlag schadet nicht nur den betroffenen Journalist:innen, er schadet unserer Demokratie.“

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